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		<title>Space Is the Place: Marshall und Daevid Allen in Paris</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 20:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für eine hanseatische Mischung, Space Jazz trifft auf Space Rock! Und das alles über weite Strecken frei improvisiert! Marshall Allen (Sun Ra Arkestra), David Allen (Gong, Softmachine) und Rogier Smal unter der Titelei &#8220;Cinema Soloriens&#8221; und unter der Ägide von James Harrar, am 28. März 2013 in den Instants Chavirés, Paris. Hier ein kleiner [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=477&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was für eine hanseatische Mischung, Space Jazz trifft auf Space Rock! Und das alles über weite Strecken frei improvisiert! Marshall Allen (Sun Ra Arkestra), David Allen (Gong, Softmachine) und Rogier Smal unter der Titelei &#8220;Cinema Soloriens&#8221; und unter der Ägide von James Harrar, am 28. März 2013 in den Instants Chavirés, Paris. Hier ein kleiner Erlebnisbericht.</p>
<p>David Allen, eigentlich jemand, der aus dem Rockbereich kommt, übernahm hier die Sprechperformance. Er tat das mit der einnehmenden Liebenswürdigkeit eines alten Hippie-Kauzes und verstand es den selbstgestellten Anweisungen und Aufforderungen nicht mehr Bedeutung zu schenken als nötig. Ganz große Kunst, sowas so leicht rüberzubringen. Ich kenne seine sonstigen Sachen nicht, aber das war schonmal die halbe Miete an dem Abend, er war sicher der König der Herzen. Sein Gitarrespiel erinnerte mich irritierenderweise irgendwie an mein Gegniedel, oft verzerrt, manchmal ein Hook, wenn mal kein Anschluss zu finden ist erstmal atonal schräddeln, teils rappierend einfache Rock-Lösungen für komplexe Jazz-Probleme. Er hatte ein Switchboard vor sich liegen, dass vermutlich mit einem Multi-Effekt oder mit einer 19-Zoll-Kiste verbunden war. Damit hatte er zwar schnellen Zugriff auf diverse Sounds, aber er konnte nicht mehr nachschrauben. Das machte sich für mich besonders bei Phasen bemerkbar, wo er mit Delay arbeitete, er konnte dann nicht mehr nachregeln oder varieren. Schade, ich denke, er hat sich damit unnötig eingeschränkt, aber vielleicht wollte er auch die Komplexität damit eindämmen.</p>
<p>Folgender Ausschnitt ist relativ am Anfang der der Performance gewesen. M. Allen und Harrar spielen hier ganz gut die Möglichkeiten des Akai-Midi-Controllers durch. Leider ging der Sound oft direkt ohne Hall oder ähnliches in die PA, so dass hier der typische Effekt der Lautsprechermusik stockhausenscher Herkunft eintrat: die Boxen knallten einem alles ohne Erbarmen um die Ohren.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='500' height='312' src='http://www.youtube.com/embed/4rQmgvrHIAw?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Der andere Held des Abends, Marshall Allen, hätte eigentlich den Auftritt alleine durch seine körperliche Anwesenheit bestreiten können. Er ist Jahrgang 1924, d.h. etwa 89 Jahre alt, hat mit Sun Ra das Universum erkundet und scheint alles, was er anfasst oder beatmet mit Musik zu beleben. Der König Midas des Free Jazz. Nie habe ich so etwas mühelos Musikalisches gesehen. Zu jedem Zeitpunkt des Auftritts schien er konzentriert, anwesend und bereit zur Kommunikation. Er hatte lange Solopassagen mit dem Akai-Controller, die wahrscheinlich jeder andere, auch der anwesende Harrar mit tödlicher Sicherheit zum absoluten Nonsens geführt hätten. Er hingegen spielt das Gerät, als hätte es schon 200 Jahre Instrumentengeschichte hinter sich, als wäre es das normalste der Welt einen Ton über 4 Oktaven schleifen zu lassen. Vermutlich nutzte er das Akai so oft, um Luft zu schonen, bei seinem Alter wohl absolut verständlich. In den wenigen Momenten, in denen er das Altsaxophon spielte, war sein Ton aber wiederum sehr direkt, und alles immer im Tonbereich, der vom menschlichen Schreien besetzt wird. Mit seiner rechten Hand bzw. mit die den unteren Rohrklappen machte dabei nur noch Klangfarbe, die meisten Töne wurden eh nur noch im oberen Rohrbereich erzeugt. Bei all dem Zeug, was er dort abgelassen hat, hatte ich kein einziges Mal das Gefühl, dass er was wiederholen würde.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='500' height='312' src='http://www.youtube.com/embed/eepRFZEOMw8?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Der Schlagzeuger Rogier Smal war sicher der Jüngste unter den Vieren. Sein Spiel kann man nicht anders als sympathisch bezeichnen, was sicher auch an seinem Mienenspiel lag und der Art, wie er sich auf die anderen eingelassen hat. Ich fand sein Schlagzeug-Spiel sehr eigen: er war sehr auf Kommunikation aus &#8211; vermutlich war er in den meisten Momenten auch der Angelpunkt des Geschehens &#8211; und hat viel durchgehenden Groove hineingebracht. Aber an anderen Stellen friemelte er auf einmal an seinem Schlagzeug rum, warf Sachen auf die Snare und wurschtelte an den Becken rum, so als ob er nun auf Neue Musik geschaltet hat. In dem zweiten Video sieht hört man ganz gut, was er den Mitspielern anzubieten hatte &#8211; wenngleich er mit dem Gitarrenostinato wohl ein Problem hatte&#8230; naja, wer hätte das nicht. Insgesamt sicher ein Schlagzeuger, der schon einige gute Sachen vorgelegt hat bzw. vorlegen wird&#8230; ich überlasse Euch das googeln ;-)</p>
<p>James Harrar, der die Cinema Soloriens wohl organisiert und als Kollektiv/Band/Projekt verantwortet, war in diesem Aufgabot an musikalischer Meisterschaft in meinen Augen der Schwachpunkt. Er spielt wie Marshall Allen das Akai und auch Saxophon, rezitierte aber auch Texte, wobei er (absichtlich?) recht falsch sang und ein Distanzproblem mit dem Mikro hatte. Das war teilweise schon recht nervig, ich musste mir manchmal die Ohren zuhalten. Zudem hatte ich das Gefühl, dass seine Saxophonpassagen ein wenig eintönig waren, als ob er einfach reinblies und die Finger laufen ließ&#8230; was sich dann in schnellem Gehudel im maximalen Oktavabstand niederschlug. Man kann das ganz gut im zweiten Video nachvollziehen. Das kam mir oft eher gewollt als gekonnt vor, aber mehr kann ich nach diesem Auftritt dazu auch nicht sagen.</p>
<p>Zur Location selber, den Instants Chavirés, lässt sich wohl ein eigener Blog-Eintrag schreiben. Wenn ihr mal in Paris seid, schaut euch dort mal was an. Die Älteren unter uns sollten ein bisschen früher kommen, können sich vor dem Schuppen die Fachgespräche der Gäste anhören und werden dann mit einem Sitzplatz belohnt. (Wie bei allen Events in Paris, egal welchen Genres, lohnt es sich die Karten per Internet vorzubestellen.) Es gibt eine Theke, die auch während des Auftritts ausschenkt. Die Location selber liegt in einem Wohngebiet in Montreuil, Nähe Metro Robespierre, da kann man auch noch um Mitternacht rumlaufen. Für jeden Hanseaten ein Pflichttermin, wenn man in Paris ist. Hier die für französische Verhältnisse wirklich sehr aufgräumte Internetseite: <a href="http://www.instantschavires.com/" rel="nofollow">http://www.instantschavires.com/</a></p>
<p>Mensch, war das geil! Warum gibt es sowas in Bayreuth nicht? :)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/477/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=477&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wie lange kann man am Stück improvisieren?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 22:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage habe ich mir in der Rückschau auf die Hansestadt-Performance bei <a title="Homepage" href="http://www.campus-kandinsky.de/">Campus-Kandinsky</a> gestellt. Wir waren als Trio (Andi, Matthias zum ersten Mal und ich) eigentlich für eine halbe bis dreiviertel Stunde eingeplant, und das fühlte sich von den Absprachen und Erfahrungen aus der Klangwerkstatt auch ganz gut an. Aber dann wurde nichts aus dem darauffolgenden Auftritt des Blauen Elefanten (Thaddl, Felix, Andi zum ersten Mal beim BE und ich), weil die für uns sichtbare Zusschauermenge nicht die kritische Masse für die theatrale Performance überschritt. Der Elefant ist ja eher was Durchstrukturiertes, auf Frontalwirkung ausgerichtetes Ding, kein entrücktes Gegniedel, sondern vorne an die Rampe treten und draufhauen. Das ergab sich bei den vereinzelten Vernissage-Schlenderern irgendwie nicht. Deswegen haben wir einfach das Trio weitergeführt, noch Felix und Thaddl beigeholt und insgesamt viereinhalb Stunden gespielt.</p>
<p>Das war schon schön, hier ein kleines Hörbeispiel, endlich mal auch mit Thaddäus im typischen Gniedel-Kontext der Hansestadt. Man beachte die Textcollage :)</p>
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<p>Das war aber nicht unbedingt typisch für die lange Spielzeit, wir haben viel instrumentale Flächen erzeugt.</p>
<p>Zugegebenermaßen war ich nach dem Auftritt komplett kaputt, das feuchtkalte Klima in den Katakomben und der lange Aufenthalt dort war ein echter Schlauch. Die Frage, die sich mir nach dem Auftritt stellte, war: Wie konnten wir es trotz der widrigen Umstände hinbekommen, so lange zu spielen, ohne dass es für uns langweilig oder unerträglich wurde? (Für die Zuhörer kann ich ja nicht sprechen, deswegen können wir sie ruhig ausblenden.) Das Interessante &#8211; das war schon während der Performance zu beobachten &#8211; war, dass wir bei diesem langen Zeitraum keine Sorge haben brauchten, dass einer von uns nicht zu Wort kommt. Umgekehrt konnte jeder sich einen kleinen Ego-Ausflug leisten, und die anderen konnten das beobachten und mit dem Publikum kommentieren, sich ein Bier holen, durch die Ausstellung laufen, fachsimpeln und versuchen der Reporterin vom Nordbayrischen Kurier einen brauchbaren Text in den Block zu diktieren.</p>
<p>Das tatsächliche Musizieren wurde dabei zu etwas, das nicht durchgehend die komplette Aufmerksamkeit beanspruchte. Die Immersion oder der Flow, das Gefühl der Selbstwirksamkeit, das sich beim Improvisieren einstellt, konnte uns in Wellen erreichen. Dabei waren diese Wellenberge und -täler der Immersion immer individuell: Wenn Matthias sich total in seinen Akkorden auflöste, konnte ich über die Schrottigkeit meines Ringmodulators nachdenken. Derweil sich Andi wahrscheinlich durch seine Soundbanks klickte und Felix versuchte, dem Gestotter meines Ringmods einen musikalischen Sinn abzutrotzen. Die Tatsache, dass dieses Auf und Ab der Aufmerksamkeiten als Ganzes funktioniert, hat sicher mit der Anzahl der Beteiligten zu tun. Wenn 10 Leute zusammen improvisieren, würden sich die vielen Wellenbewegungen nivellieren und es wahrscheinlich eher ein kontinuierliches Kabbelwasser geben. Wenn nur zwei Musiker diese Wellen erzeugen würden, würde es manchmal starke Interferenzen geben, aber manchmal vielleicht auch garnichts. Die Zahl Vier (Andi, Felix, Matthias und ich) hat sich bei diesem Setup mal wieder als die perfekte Verursachermenge des gegenseitigen Hochschaukelns und Abwiegelns erwiesen. (Thaddäus fällt als Sprecher ein bisschen heraus, und sei es nur, weil der Träger einer sprechenden oder singenden (Live-)Stimme immer als &#8216;Vorne&#8217; besetzt wird, und die anderen als &#8216;Hinten&#8217;. Wir haben dieses Prinzip in obigem Beispiel manchmal in jenen Momenten ausgehebelt, in denen Thaddls Stimme über Felix&#8217; Schranzmaschinen zerstört werden &#8211; ein Effekt, der mich schwer beindruckt hat: Das akustische Sprechereignis klang wie durch den Schredder, aber der Sprecher stand leibhaftig und unbeschadet vor mir.)</p>
<p>Wir planen für die Erlanger Klangkunst-Tage ein Set von acht Stunden. Das ursprüngliche Konzept ging noch von 24 Stunden aus, aber das war von den Räumlichkeiten her (Schließdienst usw.) nicht machbar. Und für Juni in Bayreuth eine Performance von maximal 8 Stunden im Gespräch. Ich bin sehr gespannt, ob das nochmals so gut funktioniert, oder ob es der besondere Ort war, der uns so mitgenommen und mitgezogen hat.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/466/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=466&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hansestadt Bayreuth</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 22:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen November und jetzt war viel los in Bayreuth. Ein komplett neues Netzwerk hat sich selbst aus dem Boden gestampft. Und es geht im neuen Jahr sofort mit vielen Auftritten, Kollaborationen und neuen Formationen los. Hansestadt Bayreuth Unter diesem Label versammeln sich viele Sachen: Der Blaue Elefant, Andis Apokalypsoid, meine Free-Sachen, Klangkunst-Kram, Hörspiel-Konzert-Projekt usw. es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=457&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen November und jetzt war viel los in Bayreuth. Ein komplett neues Netzwerk hat sich selbst aus dem Boden gestampft. Und es geht im neuen Jahr sofort mit vielen Auftritten, Kollaborationen und neuen Formationen los.</p>
<p style="text-align:center;"><strong><a title="Hansestadt Bayreuth" href="http://hansestadtbayreuth.wordpress.com/" target="_blank">Hansestadt Bayreuth</a></strong></p>
<p>Unter diesem Label versammeln sich viele Sachen: Der Blaue Elefant, Andis Apokalypsoid, meine Free-Sachen, Klangkunst-Kram, Hörspiel-Konzert-Projekt usw. es werden sicher noch viele Leute und Projekte dazukommen. Wir sind überrascht, wer alles mit diesem Label Hansestadt Bayreuth etwas anfangen kann, und wie das in Anträgen zieht.<br />
Angedacht sind Auftritte auf Vernissagen, im Glashaus und auf dieversen Festival, vom Minigig bis zum 24Stunden-Marathon.<br />
Wir haben auch einen regelmäßigen Treffpunkt. Alle Infos dazu und zu den einzelnen Projekten findet Ihr auf dem Hansestadt-Blog.</p>
<p>Die Sache hat mich ein bisschen von diesem Blog abgezogen, deswegen kam hier einige Zeit nichts. Wenn es sinnvoll ist, werde ich einiges hier doppelposten.</p>
<p>Viele Grüße aus der Hansestadt :)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/457/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=457&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der blaue Elefant fast unplugged und punkrocked im Wohnzimmer</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 22:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was passiert, wenn man einen blauen Elefanten zu einer WG-Party einlädt? Diese Frage hat sich wohl Barbara gestellt und bei Thaddl nachgefragt, ob er nicht für den 9 November 2012 &#8220;Der blaue Elefant onaniert im Park&#8221; reinkarnieren lassen kann. Nach kurzer interner Rücksprache stellte sich heraus, dass Felix und Theo den Termin nicht wahrnehmen konnten. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=442&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was passiert, wenn man einen blauen Elefanten zu einer WG-Party einlädt? Diese Frage hat sich wohl Barbara gestellt und bei Thaddl nachgefragt, ob er nicht für den 9 November 2012 &#8220;Der blaue Elefant onaniert im Park&#8221; reinkarnieren lassen kann. Nach kurzer interner Rücksprache stellte sich heraus, dass Felix und Theo den Termin nicht wahrnehmen konnten. Daher haben Thaddl und ich uns darauf verständigt, den Auftritt zu zweit zu stemmen. Da es sich um einen Wohnzimmer-Konzert handelt, kamen wir überein, es ein bisschen ruhiger angehen zu lassen. Also keine Nebelmaschine, kein Stage-Diving und das obligatorische rituelle Aufwärmen vor dem Gig ließen wir unbemerkt in den Partytrubel einfließen, so dass niemand die Konspiration erahnen konnte, von der die Festgesellschaft bald heimgesucht werden sollte. Mir als Alterpräsidenten der Party wurden derweil einige aktuelle Gebräuche in der aktuellen studentischen Partykultur nahegebracht: In der ersten Etage saßen die Prinzessinnen (Motto-Party: My Home Is My Castle) und drängten den Neulingen Korn mit Leberwurst auf, während im Dachgeschoß die Jungens saßen und ihre Peergroup festklopften, in unserem Falle übers Rauchen und Snowboard-Filme-kucken. Wie ich zu meiner Erleichterung und meinem Erschrecken feststellen konnte, hat sich in der deutschen Parykultur recht wenig geändert.</p>
<p>Um halb 12 rum war es dann soweit: Uns wurde im Prinzessinen-Wohnzimmer direkt neben der Strandbar ein Platz freigemacht, auf dem wir uns austoben konnten. Hier sei kurz das Instrumentatium dargestellt: Thaddl hatte einen alten Drumcomputer aus der Muckenzeit seines Vaters und einen Gitarren-Kleinstverstärker mitgebracht. Das zusammengestöpselte Gerät tat nichts weniger als relativ eintönige Impulsfolgen von sich zu geben. Minimalst-Schranz mit einem Hauch 80er.</p>
<p>Meine Geräte waren: Akustikgitarre (einen sehr laute Hoyer Archtop aus den 1960ern), Melodika, Trillerpfeife, Kolbenflöte (für Glissandi), Knarre (bzw. Ratsche zum Drehen), Glockenspiel, diverse Mundharmonikas, Ghettoblaster mit einer Kassette von meiner Oma (mit dem autographen Vermerk &#8220;Karneval&#8221;) und ein elektrischer Rasierer. Die Gitarre habe ich eigentlich nur am Anfang und am Ende eingesetzt.</p>
<p>Unsere Spielvorgaben lautete in etwa: Thaddl schmeißt den Rhythmus an und toastest los und ich begleite ihn mit diversen Geräuschen. Ansonsten war alles frei, ich habe mir nur ein paar einzelne Aktionen wie den Einsatz des Rasierapparates vorher überlegt. Das Konzept ist sehr gut aufgegangen, Thaddel konnte aufs Publikum eingehen und ich meinen Krempel machen. Natürlich ist das Maß an Komplexität bei so einem reduzierten Gig nicht so groß und von einer Überwältigungsstrategie kann man eh nicht sprechen. Aber ab und zu gab es Kongruenzen und Kontrapunkte, die das Publikum auch als solche wahrnahm.</p>
<p>Richtig in Fahrt kam die Performance aber erst durch ein Zitat, welches Thaddl von Klaus Kinskis legendärer Jesus-Performance entlehnte:<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='500' height='312' src='http://www.youtube.com/embed/HfpIYlkOXnY?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span><br />
Scheinbar fand eine Teilnehmerin des Abends die Textzeile &#8220;Du dumme Sau&#8221;, von einem wildfremden halbnackten Mann mit Iro und Glitzerumhang aus unmittelbarer Nähe direkt in ihre Richtung geschrien, als zu offensiv. Ich gehe davon aus, dass Thaddls spontane Eingebung, sich bei dieser Textstelle gerade dieser Frau zuzuwenden, dem Zufall geschuldet war. Auf jeden Fall gab es im Publikum wohl einige, die den künstlerischen Inhalt für wahr nahmen und die Aussage passend fanden. Die Dynamik wurde noch befördert, als klar wurde, dass der Freund der Angeschrieenen und das, für solche Parties obligatorische aggressive Arschloch, welches bei der kleinsten Berührung sofort explodiert, ein und dieselbe Person sind. Ich habe den ganzen Zauber und das ganze performative Potential, das von dieser Situation ausging, erst nach dem Auftritt erfahren. Fürs Erste hat es mich nur gewundert, warum uns aus dem Wohnungsflur mit dem Stinkefinger gegrüßt wurde&#8230; Dabei blieb es zum Glück auch, sogar ein verschüttetes Bier später kam der Heckler über versuchte Verbalinjurien nicht hinaus.</p>
<p>Ansonsten war die Resonanz sehr positiv und warm, und wir haben sogar ein paar Fans gewonnen. Und nachdem die Prinzessinen und Schlossherren ihre anfängliche Schockstarre überwunden hatten, wollten sie sogar eine Zugabe, die sie dann in Form eines Liedes vom Kapitalismus, der ihnen sagt, wo es langgeht, bekommen haben. (Wohl die lauteste Nummer an dem Abend, die halbe Minute hat mich für einen Tag die Stimme gekostet.)</p>
<p>Es ist immer interessant, wie verschieden beim Publikum die Voraussetzungen für das Anschauen des blauen Elefanten sind. Es war fast so wie in dem indischen Gleichnis mit den blinden Männern und dem Elefanten. Jeder hat etwas anderes gesehen und erfahren.</p>
<p>An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Barbara für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, den Elefanten in dieser Gestalt reinkarnieren zu lassen. Wir haben uns sehr wohl bei Euch gefühlt. Und vielen Dank an die Namenlose, die mich auf 29 geschätzt hat. Ich werde noch lange davon zehren :)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/442/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/442/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=442&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>27. Okt. 2012: Lange Nacht der Kultur und Wissenschaften</title>
		<link>http://wellenbecken.com/2012/10/23/lange-nacht-2012/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 21:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun kommt doch zusammen, was vielleicht zusammengehört: Die Stadt Bayreuth und die Uni Bayreuth machen gemeinsame Sache, und aus der bestehenden &#8220;Nacht der Museen&#8221;, bei der sich einige Stationen auf dem Campus (Campus-Galerie, Botanischer Garten und Glashaus) schon im letzten Jahr beteiligt haben, ist nun die &#8220;Lange Nacht der Kultur und Wissenschaften&#8221; [Programm als pdf] [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=432&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nun kommt doch zusammen, was vielleicht zusammengehört: Die Stadt Bayreuth und die Uni Bayreuth machen gemeinsame Sache, und aus der bestehenden &#8220;Nacht der Museen&#8221;, bei der sich einige Stationen auf dem Campus (Campus-Galerie, Botanischer Garten und Glashaus) schon im letzten Jahr beteiligt haben, ist nun die &#8220;Lange Nacht der Kultur und Wissenschaften&#8221; <a title="Programm" href="http://www.bayreuth.de/files/LangeNacht.pdf">[Programm als pdf]</a> geworden. Am 27. Oktober 2012 um 20 Uhr gehts los und enden soll es um 2 Uhr.</p>
<p>Die Nächte der Wissenschaften gibt es ja schon in anderen Städten mit Hochschulen wie Hamburg, Weimar oder Berlin, sogar in Nürnberg soll es sowas geben. Und nun Bayreuth&#8230; bin gespannt. Bei den Chemikern gibt&#8217;s selbstgemachte Gummibärchen :-)</p>
<p>Andi wird im Glashaus auflegen. Hier eine kleine Hörprobe aus seiner Hexenküche.</p>
<object width="100%" height="81"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Faktionsgemeinschaft%2Fkronenfels-sw"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed width="100%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Faktionsgemeinschaft%2Fkronenfels-sw" allowscriptaccess="always" type="application/x-shockwave-flash"></embed></object>
<p>Vielleicht reinkarniert an dem Abend auch der <a title="Der Blaue Elefant onaniert im Park" href="https://www.facebook.com/pages/Der-blaue-Elefant-onaniert-im-Park/186254564805821?fref=ts" target="_blank">Blaue Elefant</a> im Glashaus und lässt es krachen&#8230;</p>
<p>Leider kann ich dieses Mal nicht mitmachen, aber vielleicht klappt es bei der nächsten &#8216;Nacht&#8217;.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/432/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=432&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Lesestoff &#8220;Performance Studies&#8221;</title>
		<link>http://wellenbecken.com/2012/08/20/literaturperformancestudies/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 13:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
		<category><![CDATA[philip auslander]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Literatur haben wir in einem Lektüreseminar (Performance Studies im Bereich Musik und Performance) erarbeitet, und zwar in folgender Reihenfolge. 1. Doris Bachmann-Medick, Kapitel &#8220;Performative Turn&#8221;, in: Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften, 2. Aufl., Reinbek bei Hamburg 2007, S. 104-143. (Literaturwissenschaftlich, ein klein wenig Fischer-Lichte-Bashing aus der sicheren Ringecke der Literaturwissenschaft, leider noch nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=395&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Literatur haben wir in einem Lektüreseminar (Performance Studies im Bereich Musik und Performance) erarbeitet, und zwar in folgender Reihenfolge.</p>
<p>1. Doris Bachmann-Medick, Kapitel &#8220;Performative Turn&#8221;, in: <em>Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften</em>, 2. Aufl., Reinbek bei Hamburg 2007, S. 104-143. (Literaturwissenschaftlich, ein klein wenig Fischer-Lichte-Bashing aus der sicheren Ringecke der Literaturwissenschaft, leider noch nicht ganz dran an den Weltfragen.)</p>
<p>2. Uwe Wirth, &#8220;Der Performancebegriff im Spannungsfeld von Illokution, Iteration und Indexikalität&#8221;, in: <em>Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften</em>, Frankfurt am Main 2002, S.9-60. (Achtung: Linguistik, sehr auf den Fachdiskurs fokussiert, hält aber einige Begriffe parat. Verlangte einiges an Frustrationstoleranz.)</p>
<p>3. Erika Fischer-Lichte, &#8220;Einleitung. Theatralität als kulturelles Modell&#8221;, in: <em>Theatralität als kulturelles Modell in den Kulturwissenschaften</em>, Tübingen, Basel 2004, S. 7-26. (German Theaterwissenschaft. Theatralität als alles, für einen Medienwissenschaftler eine Frechheit ;-)</p>
<p>4. David Graver, &#8220;The Actor’s Bodies&#8221;, in: <em>Performance. Critical Concepts in Literary and Cultural Studies</em>, hg. v. Philip Auslander, Bd. 2, London, New York 2003, S. 157-174. (Aus der Praxis kommend, sehr interessante Kategorisierung, gut auf Analyse anzuwenden, m.E. die Entdeckung des Semesters.)</p>
<p>5. Richard Schechner, &#8220;Drama, Script, Theatre, and Performance&#8221;, in: <em>The Drama Review</em> 17 (1973), Nr.3, S. 5-36. (Yay, schechnersche Welterklärung at his best, stellt alle wohlbekannten Begriffe auf den Prüfstein. Sehr anregend, man muss es aber irgendwie mögen. Viele grafische Schemata, die man an der Tafel weiterdenken kann. Ebenfalls aktualisiert als Kapitel in: Richard Schechner, <em>Performance Theory</em>,  London u. New York 2003, S. 66-111.)</p>
<p>6. Simon Frith, Kapitel: Performance, in: <em>Performing Rites. On the Value of Popular Music</em>, Cambridge 1998, S. 203-225. (Wie ticken eigentlich Popwissenschaftler? Hier kann man es nachvollziehen.)</p>
<p>7. Erika Fischer-Lichte, &#8220;Live-Performance und mediatisierte Performance&#8221;, in: <em>Theater der Zeit: Theaterwissenschaftliche Beiträge</em> (2000), H. 10, S. 10-13.  (Grandios eng geführte Argumentation, so hält man den Laden zusammen. Wir ließen sie gegen den bei ihr gedissten Auslander antreten&#8230;)</p>
<p>8. Philip Auslander, &#8220;Tee Vee&#8217;s Playhouse. Live Performance in a Mediatized Culture&#8221;, in: <em>Aura. Film Studies Journal</em> (Schweden), Jg. 6 (2000), Nr. 1, S. 26-43 oder <a title="Tee Vee's Playhouse, PDF" href="http://www.lcc.gatech.edu/~auslander/publications/teevee.pdf" target="_blank">hier</a>. (&#8230; der das Duell m.E. klar für sich entscheiden konnte. Dennoch ist es sinnvoll, beides zu lesen, um zu erkennen, wie verschieden die Denkmuster und -schulen sind.)</p>
<p>Viel Spaß beim Lesen!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/395/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=395&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Mit dem blauen Elefanten im Glashaus</title>
		<link>http://wellenbecken.com/2012/07/06/elefant-im-glashaus/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 21:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal sind die Sachen so einfach. Schlingensief brachte es ja mal auf den Punkt, als er der BILD erzählte: &#8220;Kunst ist wie Sex machen. Einfach rausholen und loslegen.&#8221; So ähnlich war es am 3. Juli im Glashaus, wo der Blaue Elefant onaniert im Park zum zweiten Male auftrat und die Gemüter der Anwesenden verstörte. Das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=388&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal sind die Sachen so einfach. Schlingensief brachte es ja mal auf den Punkt, als er der BILD erzählte: &#8220;Kunst ist wie Sex machen. Einfach rausholen und loslegen.&#8221;</p>
<p>So ähnlich war es am 3. Juli im Glashaus, wo der <a title="Facebook-Seite" href="https://www.facebook.com/pages/Der-blaue-Elefant-onaniert-im-Park/186254564805821" target="_blank"><em>Blaue Elefant onaniert im Park</em></a> zum zweiten Male auftrat und die Gemüter der Anwesenden verstörte. Das Projekt funktioniert so ähnlich wie <a title="Website von HGich.T" href="http://www.hgicht.de/" target="_blank"><em>HGichT</em></a>, ein Künstlerprojekt aus Hamburg. Es wird eine Menge Elektronika geschranzt und es werden Texte getoastet, die sich mit dem systemkritischen Verzehr von Dosenbier und ähnlichem auseinandersetzen.</p>
<p>Meine Funktion an diesem Abend sah folgendermaßen aus: Nach kurzer Inaugenscheinnahme und Kennenlernen eines weiteren Mitmusikers Theo war klar, dass ich der Alterspräsident war. Da ich auch noch ein Nerd-T-Shirt mit US-Flagge anhatte, kamen wir ganz schnell auf mein Elefanten-Pseudonym: Oppa Amerika. Schnell noch die glashauseigene Nackenrolle unter den Arm geklemmt und dann schnell auf die völlig kunstvernebelte Bühne. Ich kniete mich mit meiner Hertiecaster vor mein Pedalbrett &#8211; was ziemlich bräsig aussah, da ich zu Thaddäus immer aufschauen musste &#8211; und drückte auf meinen Effekten rum, die sich dann mit den anderen Geräuschen zu einer Schranzwand vermengten. Thaddäus gab derweil den Zeremonienmeister, dann fiel noch die Technik auf der Bühne aus, und am Ende jagte ich Thaddäus mit der Spielzeugkettensäge meines Sohnes lautschreiend einmal durchs vollbesetzte Glashaus.</p>
<p>Insgesamt waren wir uns einig, dass es noch nicht viel mit Musik zu tun hatte. (Vielleicht wird es auch bald ein Elektroporjekt mit &#8216;richtiger&#8217; Musik geben, man weiß es nicht.) Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. &#8220;Kraul den Kapitalismus&#8221; wird sicher in die Glashaus-Meme-Galerie aufgenommen.</p>
<p>Bin gespannt, wann wir das nächste Mal rausholen und loslegen :-)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/388/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=388&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der blaue Elefant inkarniert am 3. Juli bei der Open Stage</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 21:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Nach einer langen Tour durch unser Universum und verschiedene Galaxien werde ich mich bald zum 675. Mal inkarnieren. Mit neuen, spannenden Einflüssen vom Jupiter und vom Bananengott. Das 11. Studioalbum ist auch unterwegs. Es wird spannend. Relevanz und Kommunikation zum Hungerlohn!&#8221; So lautet die Facebook-Meldung von Der blaue Elefant onaniert im Park anlässlich des Auftritts [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=382&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Nach einer langen Tour durch unser Universum und verschiedene Galaxien werde ich mich bald zum 675. Mal inkarnieren. Mit neuen, spannenden Einflüssen vom Jupiter und vom Bananengott. Das 11. Studioalbum ist auch unterwegs. Es wird spannend. Relevanz und Kommunikation zum Hungerlohn!&#8221;</p></blockquote>
<p>So lautet die Facebook-Meldung von <a title="Facebook-Seite" href="https://www.facebook.com/pages/Der-blaue-Elefant-onaniert-im-Park/186254564805821?ref=ts" target="_blank"><em>Der blaue Elefant onaniert im Park</em> </a>anlässlich des Auftritts bei der Open Stage im Glashaus am Dienstag, den 3. Juli. Es werden skurrile Texte skandiert, Fast-Musik gemach und absurde Kostüme gezeigt.</p>
<p>Und zum ersten Mal bin ich dabei, sehr wahrscheinlich mit Gitarre und Effekten. Ich weiß nicht einmal, wer alles zum blauen Elefant gehört&#8230; Bin sehr gespannt, wohin die Reise geht. Es wohl eine Bühnentaufe geben, so eine Reinkarnation muss ja gefeiert werden.</p>
<p>Also mindestens ein Grund, diesmal am 3. Juli um 20 Uhr zur Open Stage zu kommen und all die anderen Stümper zu ertragen, bis der blaue Elefant erscheint ;-)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/382/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=382&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nacht der Schönen Künste im Glashaus</title>
		<link>http://wellenbecken.com/2012/06/15/nacht-der-schonen-kunste-im-glashaus/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Jun 2012 12:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Schöne Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[ungeheuertes Apokalypsoid]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12. 6. gab es im Rahmen der Campuskulturwoche eine Veranstaltung der besonderen Art: Die Nacht der Schönen Künste. Neben einer Menge Krach vom Heck, Mastermind Andi und seinem ungeheuerten Apokalypsoid, und anderen Gruppierungen gab es auch ein paar Performances. Hier ein paar Fotos von dem Abend: Thaddl erklärt uns die Welt, zwei junge Künstlerinnen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=327&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. 6. gab es im Rahmen der Campuskulturwoche eine Veranstaltung der besonderen Art: Die Nacht der Schönen Künste. Neben einer Menge Krach vom Heck, Mastermind Andi und seinem ungeheuerten Apokalypsoid, und anderen Gruppierungen gab es auch ein paar Performances.</p>
<p>Hier ein paar Fotos von dem Abend: Thaddl erklärt uns die Welt, zwei junge Künstlerinnen machen Kunst und die anderen kucken zu. Zum Ende regnet es durch den Beamer und der Schirmherrenstuhl ist verwaist.</p>

<a href='http://wellenbecken.com/2012/06/15/nacht-der-schonen-kunste-im-glashaus/p1020807/' title='P1020807'><img data-liked='0' data-reblogged='0' data-attachment-id="331" data-orig-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020807.jpg" data-orig-size="2736,3648" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS62&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1339542293&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="P1020807" data-image-description="" data-medium-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020807.jpg?w=225" data-large-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020807.jpg?w=500" width="112" height="150" src="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020807.jpg?w=112&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="P1020807" /></a>
<a href='http://wellenbecken.com/2012/06/15/nacht-der-schonen-kunste-im-glashaus/p1020818/' title='P1020818'><img data-liked='0' data-reblogged='0' data-attachment-id="328" data-orig-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020818.jpg" data-orig-size="3648,2736" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;3&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS62&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1339547235&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.4&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="P1020818" data-image-description="" data-medium-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020818.jpg?w=300" data-large-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020818.jpg?w=500" width="150" height="112" src="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020818.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="P1020818" /></a>
<a href='http://wellenbecken.com/2012/06/15/nacht-der-schonen-kunste-im-glashaus/p1020822/' title='P1020822'><img data-liked='0' data-reblogged='0' data-attachment-id="329" data-orig-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020822.jpg" data-orig-size="2736,3648" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;3.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS62&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1339547292&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;10.6&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="P1020822" data-image-description="" data-medium-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020822.jpg?w=225" data-large-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020822.jpg?w=500" width="112" height="150" src="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020822.jpg?w=112&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="P1020822" /></a>
<a href='http://wellenbecken.com/2012/06/15/nacht-der-schonen-kunste-im-glashaus/p1020826/' title='P1020826'><img data-liked='0' data-reblogged='0' data-attachment-id="332" data-orig-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020826.jpg" data-orig-size="3648,2736" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;3&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS62&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1339547329&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.076923076923077&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="P1020826" data-image-description="" data-medium-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020826.jpg?w=300" data-large-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020826.jpg?w=500" width="150" height="112" src="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020826.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="P1020826" /></a>
<a href='http://wellenbecken.com/2012/06/15/nacht-der-schonen-kunste-im-glashaus/p1020837/' title='P1020837'><img data-liked='0' data-reblogged='0' data-attachment-id="333" data-orig-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020837.jpg" data-orig-size="3648,2736" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS62&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1339548186&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="P1020837" data-image-description="" data-medium-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020837.jpg?w=300" data-large-file="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020837.jpg?w=500" width="150" height="112" src="http://heckquarter.files.wordpress.com/2012/06/p1020837.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="P1020837" /></a>

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		<title>Frei improvisieren &#8211; Teil 7: Wer will sowas eigentlich hören?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jun 2012 11:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reihe Improvisierte Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Experimental]]></category>
		<category><![CDATA[Free Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Free Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Group Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfnicken]]></category>
		<category><![CDATA[Noise Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Performance]]></category>
		<category><![CDATA[Publikum]]></category>
		<category><![CDATA[Publikumsreaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Shoegaze]]></category>
		<category><![CDATA[Vinko Globokar]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Posaunist, Improvisator und Komponist Vinko Globokar hat beobachtet, dass bei Konzerten frei improvisierter Musik die Musiker immer ganz beseelt und glücklich von ihrem Tun sind, das Publikum aber den Anschein vermittelt, als wäre es nicht so glücklich und beseelt. Für ihn besteht da ein Kommunikationsproblem, das die Musiker angehen müssten. Ich bin mir nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=299&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Posaunist, Improvisator und Komponist Vinko Globokar hat beobachtet, dass bei Konzerten frei improvisierter Musik die Musiker immer ganz beseelt und glücklich von ihrem Tun sind, das Publikum aber den Anschein vermittelt, als wäre es nicht so glücklich und beseelt. Für ihn besteht da ein Kommunikationsproblem, das die Musiker angehen müssten.</p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob er da nicht einem Kommunikationsproblem anderer Art auf den Leim geht, nämlich der Vorstellung, wie das Publikum sich bei einem Konzert zu verhalten habe. Ich denke, dass die Reaktionen des Publikum, ob es nun Mimik, Gestik oder den ganzen Körper angeht, nicht unbedingt etwas darüber aussagen, ob es ihm gefallen hat.</p>
<p>Die Publikumsreaktionen sind ja eh genrebedingt anders: Im Rock-Konzert geht ist vom Wippen, Kopfnicken bis zum Tanzen alles möglich, bei einem Free-Jazz-Konzert gibt es Zwischenapplaus und (wenn&#8217;s intensiv ist) Zwischenrufe, bei Shoegaze ist eher introvertiertes Kopfnicken angesagt, bei Hiphop eher extrovertiertes Verhalten wie Bouncen, und bei Hard Rock und Heaven wird zwischendurch die  Pommesgabel rausgeholt.</p>
<p>Bei improvisierter Musik, wie Globokar sie macht, d.h. Neuer Musik im Hochkultur-Avantgarde-Kontext, ist das Publikum eher auf eine Rezeptionshaltung abonniert, die man von der gehobenen Klassik kennt: Man hört konzentriert zu, am Ende des Stücks klatscht man, und in der Pause schlürft man ein bisschen Rotwein.</p>
<p>Improvisierte Musik wird sicher immer ein kleines Publikum haben, aber man findet sicher auch in der kleinsten Stadt ein paar Leute, die sich das anhören wollen. Und es lohnt sich, auch in kleinen Städten Konzerte zu veranstalten. Wie das Publikum reagiert, hängt dann sicher auch vom angekündigten Genre-Kontext ab: Shoegaze, Free Jazz, Noise, Prog Rock, Experimental &#8211; mit jedem dieser Labels spricht man ein eigenes Publikum an, das seine eigenen Vorlieben und Wünsche zum Auftritt mitbringt, und das neben der (teilweisen) Erfüllung der angekündigten Genre-Labels auch die Ohren für Neues öffnen kann.</p>
<p>Musik für Musiker ist die frei improvisierte Musik sicher immer, aber auch Musik für Musikhörer.</p>
<p>Bald folgt noch eine Leseliste und eine Linkliste auf alle Artikel, dann ist die Reihe aus.</p>
<p>Noise is our choice :-)</p>
<p>Knut.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/heckquarter.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/heckquarter.wordpress.com/299/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wellenbecken.com&#038;blog=24609061&#038;post=299&#038;subd=heckquarter&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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