Frei improvisieren? – Teil 1

von Knut Holtsträter

Das Schlimme und Schöne als musizierender Musikwissenschaftler ist, dass man ständig über sein Spiel reflektiert und denkt, es könnte etwas für die Forschung herauspringen… so eine Art hobbymäßiges ‚Practice and Research‘. Da all diese schönen Überlegungen nicht geeignet für eine wissenschaftliche Veröffentlichung sind, es aber auch zu schade wäre, wenn sie einfach verloren gingen, habe ich mir vorgenommen, in loser Folge eine Reihe zu schreiben, die sich mit Fragen der freien Improvisation beschäftigen soll.

Folgende Punkte sollen angesprochen werden:

  • Was heißt eigentlich ‚frei‘?
  • Das Formproblem
  • Heißt frei improvisieren zwangsläufig auch atonal spielen?
  • Muss man gut spielen können, um frei zu improvisieren?
  • Wann werden die Klänge Musik und wann wird’s sogar Kunst?
  • Wer will (außer den beteiligten Musikern) sowas eigentlich hören?

Die Liste ist sicher noch nicht abgeschlossen. Ich nehme auch noch gerne Fragen an ;-) Neben den eigenen spärlichen Erfahrungen fließt auch einiges an Literatur über Free Jazz, Neue Musik und Freie Improvisation ein, allerdings ohne Einzelnachweis, sonst wäre das Schreiben zu umständlich. Wenn Ihr spezielle Literatur-Rückfragen habt, postet einfach.

Bin gespannt, was die anderen Hecks dazu sagen :-)

Knut.