Nacht der Schönen Künste im Glashaus

Am 12. 6. gab es im Rahmen der Campuskulturwoche eine Veranstaltung der besonderen Art: Die Nacht der Schönen Künste. Neben einer Menge Krach vom Heck, Mastermind Andi und seinem ungeheuerten Apokalypsoid, und anderen Gruppierungen gab es auch ein paar Performances.

Hier ein paar Fotos von dem Abend: Thaddl erklärt uns die Welt, zwei junge Künstlerinnen machen Kunst und die anderen kucken zu. Zum Ende regnet es durch den Beamer und der Schirmherrenstuhl ist verwaist.

Shoegaze im Glashaus

Noch ein Side-Project aus der Gitarrenecke, und zwar ein Noise-Rock-Ding mit vielen Effekten. ‚Shoegaze‘ bezeichnet die performative Komponente dieser Stilrichtung: Schuhekucken. Dabei denken die Musiker die meiste Zeit angestrengt nach, auf welches Effektgeräte sie als Nächstes treten sollen.

Mit Sebastian am Bass und Effekten und Matze (aus Berlin) an den Drums ging es in der Bayreuther Museumsnacht ans Eingemachte. Anderthalb Stunden ohne vorgefertigtes Konzept und vorherige Absprachen, auf die Bühne mit der festen Absicht ordentlich auf den Putz zu hauen. Die Theke hat ausgiebig Ohrenstöpsel verteilt.

Dass dazwischen auch mal sanftere Töne erklangen, dokumentiert folgendes Video. (Vielen Dank an Matze!)

Ich finde die Passage ganz gelungen, weil sie zeigt, was man mit ein paar Tönen um ein harmonisches Zentrum herum alles anfangen kann. Sebastian spielt unerschütterlich schnarrende und pulsierende Tonwiederholungen, während ich einen leicht lädierten Folk-Loop mit gelegentlichen Variationen darüberlege. Beide Schichten sind metrisch bzw. von der ‚Schwungrichtung‘ soweit voneinander unabhängig, dass es eigentlich auch zwei unabhängig aufgenommene Tonspuren gewesen sein könnten. Das gesamte ‚Stück‘ ging etwa 10 Minuten.